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plazma

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Bandgeschichte

plazma. MC Cover, 1994 © Oswald Berthold
plazma. MC Cover, 1994
© Oswald Berthold
 

1991- 1995

Graz 

Eugen Danzinger: DJing (ab 1993)
Gert Brantner: Schlagzeug, Studio
Hannah Stracke: Gesang
Michael „Mitch" Stoiser: Gesang, Tapes
Oswald Berthold: Gitarre, div. Geräte, Studio
Thomas Maitz: Bass, div. Geräte, Studio
Winfried Moser: Keyboards (bis 1993)

Gegründet 1991 und hervorgegangen aus dem Vorgängerprojekt Hypnoid Cairo zählte plazma wohl zu den experimentierfreudigsten Vertretern der steirischen Bandszene der 1990er Jahre. Das „Experimentelle" ergab sich dabei nicht unbedingt aus dem expliziten Wunsch eine gewisse Art von Musik zu machen, sondern aus der Vielzahl von individuellen musikalischen (Can, King Crimson, Frank Zappa, Godflesh, die Residents, Laurie Anderson, Scorn u.v.a. mehr) und außermusikalischen (von Sci-Fi bis zum Alltagsgegenstand) Einflüssen, die mithilfe einer dezidiert offenen und diskussionsfördernden Arbeitsweise zu einem Ganzen verwoben wurden. 

Konzerte gab es beispielsweise als Vorgruppe der Melvins im Grazer Teatro oder vor Externe Verknüpfung Fetish 69 in der Wiener Arena, tendenziell eher in „alternativen" Locations, wie z.b. beim Grazer Zeichensaalfest, im Forum Stadtpark oder in der sehr kleinen Kapfenberger Bar Novi Sat. 

Aufgenommen und produziert wurde durchwegs im eigenen Proberaum/Studio. 1994 gab es mit „geschickte hände schnitten mich auf diese länge zu" eine Albumveröffentlichung auf Kassette. Das 1995 aufgenommene und von Garfield Trummer von der befreundeten Band Externe Verknüpfung Schlauch gemasterte „nervechords" wurde zunächst nicht veröffentlicht, weil plazma, ohne sich je wirklich aufgelöst zu haben, allmählich die Aktivität einstellte, bzw. teilweise auch seine Fortsetzung im neugegründeten Projekt farmers manual fand. 2019 wurde nervechords schließlich als digitales Album der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

[rockarchiv steiermark 2020]

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