Rocker im Internet

Eik Breit

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Interview

 

Eik Breit im O-Ton
11.03.2010, Cafe Erzherzog Johann, Graz


Eik Breit, geboren in Niederösterreich, studierte in Wien Informatik und lernte schon als Jugendlicher erste Gitarrenstücke „um Mädchen zu beeindrucken". Sein Interesse galt dem Blues oder Jazzrock. Mit 18 lernt er Nino Holm kennen, der bereits damals eigene Songs aufgenommen hatte. Schließlich wurde „Antipasta" gegründet und erste Konzerte gespielt.
Externe Verknüpfung [Beginn Antipasta.mp3, 04:54]


Anders Stenmo, Eik Breit und Nino Holm wollten weiter Musik machen und Holm stellte den anderen einen Studienkollegen aus der Steiermark vor, der angeblich „der schnellste Gitarrist der Welt werden wollte" - Thomas Spitzer. Das Quartett beschloss als konzeptionelle Comicband weiter zu machen. Den Unterschied zwischen Wien und der Steiermark sieht Breit in der Herkunft der MusikerInnen bzw. deren Szenen. Während in Wien die Bands eher aus der Kunstszene entstanden, sieht er die Entstehung steirischer Bands eher als bodenständig und sieht das auch als Begründung großer Erfolge steirischer Bands.
Externe Verknüpfung [Comicrock, Wien-Steiermark.mp3, 04:51]


Auf die Plakate wurde „Rockomix" gedruckt, später jedoch „Rockkabarett" um deutlicher zu kommunizieren wie ein Auftritt aussehen könnte, weil die EAV zunächst hauptsächlich in Deutschland spielte. Nach ersten Versuchen und Auftritten zog sich Spitzer zurück um ein Programm zu schreiben, welches erstmals 1978 im neuen Wiener Schauspielhaus aufgeführt wurde. Wilfried als Frontmann war laut Breit eine sehr wichtige Starthilfe für die EAV die in Österreich außer Wien eher wenig erfolgreiche Auftritte hatte wie Eik Breit in einer Anekdote eines Auftritts in Eibiswald erzählt.
Externe Verknüpfung [Erste EAV Konzerte.mp3, 05:22]


Die ersten Erfolge der EAV fanden in Deutschland statt. Auf die Idee Deutschland zu bespielen kamen sie durch die „Hallucination Company" in dessen Sog sie durchs Nachbarland tourten. Kommerzielle Erfolge ließen jedoch noch auf sich warten.
Externe Verknüpfung [EAV Deutschland.mp3, 06:53]


Erste größere Auftritte fanden auf Universitäten in Deutschland statt wo bereits tausend bis zweitausend Leute kamen, noch bevor der erste Tonträger veröffentlicht wurde oder die EAV in Österreich bekannt war. Langsam etablierte sich die Band auch in ihrer Heimat, weil die Rufe aus Deutschland langsam durchsickerten. Erst 1982/83 wurde überlegt wie man nun auch finanziell besser aufgestellt sein könnte. Das Konzept war bis dato noch ein Musiktheaterstück zu machen und danach Auszüge auf Platte zu pressen. Erst zu jener Zeit ging man erstmals von einer Platte aus und entwickelte dann die Performance dazu.
Externe Verknüpfung [EAV Anfang 1980er.mp3, 06:40]


Mit dem Alpenrap fuhr die EAV die ersten Charterfolge ein und es ergaben sich weitere Fernsehauftritte in Deutschland. Mit Banküberfall ging es schließlich steil bergauf und der kommerzielle Erfolg stellte sich endlich ein. Bei „Vier gegen Willi" spielten sie ein Medley aus vier Singlehits und ließen dazwischen eine Blasmusik durchs Bild marschieren, worauf Banküberfall noch mal in die Charts kam und von da an war die EAV nicht mehr aufzuhalten.
Externe Verknüpfung [EAV Erfolge.mp3, 05:43]


Gegründet und formiert hat sich die EAV zunächst in Wien. Gearbeitet wurde in einer „nicht sehr komfortablen" Wohnung von Thomas Spitzer, in welcher neben proben auch Siebdruckplakate angefertigt wurden. Der Umzug in die Steiermark erfolgte eher aus ökonomischen Gründen, und um konzentriert arbeiten zu können. Aus Äpfeln wurde Most und zur Ernährung dienten oftmals Schwammerln aus dem Wald.
Externe Verknüpfung [EAV zieht in die Steiermark.mp3, 05:22]


Ein Mitgrund für die Auflösung der Kommunensituation in der Oststeiermark war der Selbstmord von Doc Hammerl. Hammerl war auf Tour sehr aktiv und fiel laut Breit in der Aufnahmefase in ein Loch, weil er bis auf wenige Takes nichts zu tun hatte. Nach einer Abholaktion aus Stuttgart nach einer Überdosis, fanden sie Doc Hammerl wenig später leider zu spät im Wald.
Externe Verknüpfung [Doc Hammerl.mp3, 03:18]


Das erste Release wurde durch Hilfe von Wilfried veröffentlicht, der damals bereits bei Columbia unter Vertrag war. Die Platte war bereits in den 1980er Jahren ein teures Sammlerstück. Eik Breit erzählt auch über das Umfeld zu Beginn der 1980er Jahre.
Externe Verknüpfung [EAV Erste Platte und Umfeld.mp3, 03:32]

 

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