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Spuk

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Bandgeschichte

Spuk, Bandfoto, 2006 © Gerhard Langusch
Spuk, Bandfoto, 2006
© Gerhard Langusch
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1997 - 2007
 
Graz

Albi Klinger: Bass (ab 2002)
Anne Weinhardt: Schagzeug
Christian Schäfer: Bass (bis 2002)
Marcus Heider: Gesang
Norbert Wally: Gitarre, Gesang

Mit der vom Britpop beeinflußten Band Externe Verknüpfung The Trainleaders veröffentlicht Externe Verknüpfung Marcus Heider („Das Maul") in den Jahren 1996 bis 2003 drei Alben, die den großen britischen Vorbildern nahe kommen. Bereits 1997 gründet er parallel dazu nach der Lektüre der Heftromanreihe „Geisterjäger John Sinclair" die Band Spuk, die sich nach dem mächtigsten Gegner John Sinclairs benennt. Zu Beginn spielt man nervös fiebrigen Akustik-Rock mit deutschen Texten. Die deutsche Band „Selig" ist prägend für Spuk. Marcus Heider versucht sich ähnlich wie Selig in einem unverkrampften und poetischen Umgang mit der deutschen Sprache und kombiniert das mit trockener Rockmusik.

In der Besetzung Externe Verknüpfung Anne Weinhardt (dr - The Trainleaders, Externe Verknüpfung Son of the Velvet Rat,...), Christian Schäfer (b), Norbert Wally (git - Externe Verknüpfung The Base) und Marcus Heider wird 1997 die Demo-Kassette „Schaustück" herausgebracht. 1999 folgt mit „Demo #1" eine Demo-CD, die ein Hybrid aus elektronischen und rockigen Elementen sein sollte. Die Band scheitert gnadenlos und es dauert Jahre, bis die Band wieder ins Studio geht und sich an das erste Album wagt. Während der Abmischung der Aufnahmen verabschiedet sich Christian Schäfer von der Band. Externe Verknüpfung Albi Klinger (Son of the Velvet Rat, The Base}) springt ein und nimmt die Bassspuren neu auf. 2002 erscheint mit „Konzentrat" das erste Album auf dem bandeigenen Label „engine records". Die Songs und Sounds sind deutlich breitbeiniger als die der Vorgänger.

Im Laufe der Zeit verdichtet sich der ungestüme Sound und eigenwillige, gewitzte und exzentrische deutsche Indiepop-Songs dominieren die Setlist der Band. Marcus Heider schickt sich und seine Band ins Studio und beginnt mit den Aufnahmen für ein neues Album. Ein Hörsturz und ein daraus resultierender starker Hörverlust auf dem linken Ohr sind Grund für eine Zwangspause. Das aufgenommene Material entspricht nicht den Erwartungen, ein möglicher Produzent (Heimo Mitterer) springt ab und die Band fängt mit neuem Songmaterial von vorne an. 2007 erscheint schließlich das Album „Automat". Mit Gottfried Schuster von Karmatraxx in Wien ist ein Produzent mit an Bord, der liebevoll und konsequent die Spreu vom Weizen trennt.

Die Präsentation des neuen Albums im Herbst 2007 ist das letzte Lebenszeichen der Band in dieser Formation. Direkt nach der Livepräsentation in der Postgarage verlässt Albi Klinger die Band. Enttäuscht und frustriert löst Marcus Heider drei Monate später Spuk auf. Nach einer zweijährigen Pause versucht Heider die Band mit neuen Musikern wiederzubeleben, entschließt sich aber schließlich sich vom Namen Spuk zu verabschieden und Externe Verknüpfung Love God Chaos ins Leben zu rufen.

[Marcus Heider / Rockarchiv Steiermark 2018]

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