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Mad Club Košir / Gasthaus Koschir / Fritz

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Geschichte

Mad Club Košir, Außenansicht 2017 © Heimo Nossek
Mad Club Košir, Außenansicht 2017
© Heimo Nossek
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Bärnbach
1950er bis heute

Die Geschichte des Mad Club reicht zurück bis ca. ins Jahr 1780. Damals wurde das Bergarbeiter-Gasthaus Kirchweger in Bärnbach gegründet das seither durchgehend in Familienbesitz ist. Mit der Übernahme durch den nunmehrigen Senior-Chef Fritz Košir im Jahre 1952 und der späteren Umbenennung in Mad Club Košir (angelehnt an den New Yorker Mad Club in dem Frank Zappa für seine Fans alljährlich ein Gratiskonzert spielte) begann Musik eine zentrale Rolle in dem Gasthaus zu spielen. Einerseits gab es ab nun gelegentlich Live-Konzerte bei freiem Eintritt sowohl von jungen Gruppen aus der Region als auch von bereits etablierten Bands, andererseits hatte der Mad Club auch seine Bedeutung als Inspirationsquelle und sozialer Treffpunkt für gleichgesinnte, an Musik interessierte Jugendliche und war so auch der Ausgangspunkt so mancher Bandgründung. 

Etwa ab Mitte der 1980er Jahre wurde die Konzertveranstaltertätigkeit unter Mithilfe von Fritz Koširs Schwiegersohn Wolfgang Rosenzopf (selbst Musiker und u.a. in der Band Externe Verknüpfung Medea gemeinsam mit dem früh verstorbenen Fritz Košir jr. aktiv) intensiviert, sodass einige Zeit lang in sehr regelmäßigen Abständen (etwa 1x monatlich) Konzerte stattfanden. Seit ca. 1995 bis heute finden die Konzerte wieder in unregelmäßigen Abständen statt. Alljährliche Fixpunkte sind aber das traditionelle Weihnachtskonzert und das Konzert zu Fritz‘ Geburtstag. Stilistisch ist damals wie heute vieles möglich. Jazz, Blues und Rock sind die Schwerpunkte. Externe Verknüpfung Opus spielten hier lange vor ihrem kommerziellen Durchbruch, Gerd Schuller trat regelmäßig auf, der, ebenso wie Externe Verknüpfung Sir Oliver Mally dem Mad Club einen Song widmete. Externe Verknüpfung Wilfried, der legendäre Jazz-Schlagzeuger Erich Bachträgl oder auch die Externe Verknüpfung Orange Baboons spielten hier, aber auch internationale Prominenz wie Wayne Darling oder Lee Harper. 

Erwähnenswert ist auch die Optik des seit den 1970ern nun, 2017 erstmals sanft renovierten Clubs: Straßenseitig ist das Gebäude an eine riesige Eisenkugel des Künstlers Gustav Troger gekettet, wodurch dem Club, der nicht immer unumstritten war, eine Aura der Dauerhaftigkeit anhaften soll. Innen hängen überall an den Wänden Bilder und Grafiken von befreundeten Künstlern (Peter Hauser, Harald Rohrer, Herbert Guppa) sowie eine große Hommage an den Film „200 Motels" von Frank Zappa und Tony Palmer, gemalt von Fritz Košir junior.

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