Rocker im Internet

EX 74

Bandgeschichte | 
Musik | 
 

Bandgeschichte

EX74_bandfoto_1973 
EX74_bandfoto_1973Öffnet Originalbild in neuem Fenster: EX74_bandfoto_1973
 

1970-1974

Weiz

 

Gerhard Hüttl: Gitarre, Background-Gesang 
Günter Pösinger: Bass, Gesang
Ingo Kropac: Schlagzeug, Background-Gesang
Norbert Schöberl: Gitarre, Background-Gesang
Walter Köstenbauer: Orgel, Special-Effects



"Schneewitchen und die sieben Zwerge oder: "Der Werdegang"

Es waren einmal zwei hoffnungsvolle Söhne aus guten Familien. Damit begann es. PAX und INGO, Freunde seit dem Kindergarten, versuchten verzweifelt, mit Hilfe mehrerer alter Radios die Gitarre zu verstärken, auf der PAX gerade in der Musikschule ohne jeden Fleiß Landler drückte. INGO, ebenfalls relativ fleißlos, behämmerte die Tasten seines Klaviers - es entstand die denkwürdige Aufnahme von „Obladi - Oblada".
Hierauf terrorisierten sie zusammen mit PÖSS und NOBS längere Zeit die Besucher der hl. Messe mit Kirchenliedern neuerer Prägung. In den Ferien gingen die drei Pianisten und der Gitarrist, alle am Beginne ihrer Ausbildung in Klausur (mit Zelt, Kocher und Fressalien) und kamen, - sie wissen heute noch nicht wie - auf folgende Besetzung:
PAX (Gerhard Hüttl, Sologitarre, Gesang), NOBS (Norbert Schöberl, Rhythmusgitarre, Gesang), PÖSS (Günter Pösinger, Bass, Gesang) und INGO (Ingo Kropac, Schlagzeug, Gesang) - vier Nichtskönner mit Initiative.
Am 19.Dezember 1970 (ein sehr merkwürdiges Datum, das alljährlich begossen wird) war es dann soweit: Das Quartett bemühte sich erstmals, öffentlich die Trommelfelle des Publikums ausgiebig zu strapazieren. Da sie von vielen Gönnern unterstützt wurden, war das Verhängnis nicht mehr aufzuhalten: Die Vier spielten, kauften, spielten, liehen, spielten, pumpten, spielten, borgten usw. usw., kurz, sie bekamen einen Höhenflug und versuchten, obwohl sie die Tanzmusik noch gräulich gaben, in ihrem Vollgefühl als Musiker einen Stil zu finden.
Sie brauten ein graues Süppchen aus vielen Zutaten, warfen alles Mögliche in einen Topf und fischten dann eigenartige Konglomerate heraus, die sie stolz Eigenkompositionen nannten. Und - oh Wunder - es schien, dass dieses Süppchen auch gar nicht so schlecht schmeckte.
Sie belegten mit einer solchen Komposition den dritten Rang eines österreichischen Musikwettbewerbes für den Frieden und wurden bei einem Wettbewerb in Weiz vor einer Jury, die aus Professoren der Musikhochschule bestand, auf den ersten Platz gereiht.
Doch damit hatten sie noch immer nicht genug. Die vier Nichtskönner nahmen noch einen fünften hinzu, TUT (Walter Köstenbauer, Orgel) stieg ein. Sie droschen dann fröhlich Deep-Purple-Scheiben; dies erklärt, warum sie weiter nach einem eigenen Stil suchten. Kurze Zeit später gewannen sie mit dem, was ihre Musik werden sollte, die "NZ-Chance" in Graz, einen Wettbewerb in Knittelfeld, tingelten mit renommierten einheimischen Popgruppen durch die Lande und verdienten auch noch Geld damit...
Und wenn sie ihre Musik noch nicht gefunden haben, tingeln und kassieren sie heute noch..."

EX74, Bandinfoblatt, ca. Ende 1973

Gesamte Seite Drucken