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Freak Out

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Bandgeschichte

Freak Out, 1972 
Freak Out, 1972
 

1969-1975

Knittelfeld

Gerhard Dienes: Schlagzeug
Gerhard Pirker: Gitarre, Gesang (1973-1975)
Ivi Miholic: Percussions (1970-1975)
Mike Gärtner: Bass, Gesang (1969-1972)
Peter Musenbichler: Gitarre, Bass, Gesang (1970-1975)
Robert Musenbichler: Gitarre, Gesang 
Max Weissenbäck: Saxophon (Mitte 1969-1975)

1969 formiert sich aus der Band „Generation 67" die Gruppe „Freak Out", welche einen wichtigen Impuls für die Jugendlichen in der Region in und um Knittelfeld darstellte. „1968 hat auch in der Provinz irgendwie stattgefunden" meint Gerhard Dienes, der die Entwicklung weg von der „Agrarmusik" sehr begrüßte.
„Es war ein Versuch auszubrechen aus einer relativ dumpfen Umgebung und zu versuchen was Eigenes zu definieren und einen eigenen Weg zu finden." erzählt Mike Gärtner, auf den die Benennung der Band nach einer Frank Zappa Platte zurückzuführen ist. „Wir haben uns getroffen um Platten zu hören, oder waren bei den Konzerten der Gruppe dabei" erwähnt Bernd Luef, der ebenfalls als Jugendlicher im Dunstkreis der Gruppe „Freak Out" aktiv wurde.
Die Band gewann bald über die Region hinaus an Aufmerksamkeit und spielte mit Bands wie „Magic" oder „Music Machine". Günter Timischl, der später mit Robby Musenbichler bei „Magic" spielte und sein damals sehr ungewöhnliches Gitarrenspiel hervorhebt meint etwa: „Freak Out waren für mich super, weil sie so erdig waren".
Der Höhepunkt der Band war wohl das Jahr 1971, wo die Musiker neben der Produktion einer Single mit zwei Eigenkompositionen und einer in Klagenfurt aufgenommenen Live-LP auch am Knittelfelder Hauptplatz bei der Veranstaltung „Kommunikation 71" auftraten, wo schließlich zwei Lieder vom ORF aufgezeichnet wurden. 1972 absolvieren einige der Protagonisten die Matura und die Wege trennten sich durch Studium oder berufliche Entwicklung. Die Band existiert noch lose bis 1975 und löst sich schließlich auf.



"Freak Out war wohl die Kultband des Aichfeldes in den frühen Neunzehnsiebzigern. Durch ihre ungewöhnliche Musik, leicht jazzig angehauchte Gitarrenriffs im Duett mit dem für die damalige Zeit ungewöhnlichen Saxophon, war die Gruppe in keine kommerzielle Schablone einzureihen. Nummern von Plodwyn Pig, East of Eden, Keef Hartley, Chicago wurden mit dem Sax des Max Weissenbäck aufbereitet und bildeten den Höhepunkt des Programmes..."

Freak Out, Auszug eines Textes anläßlich eines Revivalkonzertes 2001.

Freak Out, benannt nach der ersten LP der Mothers of Invention, veröffentlichten 1971 eine Single sowie die LP "Life" (Cosmos 2235), beide in Kleinauflagen von je 200 Stück. Daher ist die Gruppe in Sammlerkreisen noch nicht besonders bekannt. Die CD enthält die LP, gezogen vom Mutterband, sowie die Single als Zusatz. Die Gestaltung der LP-Hülle wurde, wie hier üblich, für den Silberling unverändert übernommen. Manch ein Hörer wird den künstlerischen Wert der CD bezweifeln, da acht der elf Stücke von anderen Gruppen übernommen wurden, etwa von Blodwyn Pig, East of Eden, Spirit oder den Mothers of Invention. Doch immerhin werden sie gekonnt dargeboten und bekommen durch das Saxophon etwas Eigenständiges. Die LP war übrigens am 24.4.1971 in Klagenfurt live vor etwa 1000 Leuten eingespielt worden.

Garden of Delights, Label (http://www.diregarden.com)

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